Vom 27. April bis zum 15. Juni verwandelt die studentische Theatergruppe der Studiobühne die Mensa am Studentenhaus erneut in ein kleines Theater und bringt für Sie insgesamt 5 Stücke plus ein Gaststück auf die Bühne.
Auf dem Programm des Sommersemester 2026 stehen:
- Little Women – Betty und ihre Schwestern
Mo. 27.04. | Di. 28.04. | Do. 30.04. | Fr. 01.05.
Das Stück ist gerahmt von einer Meta-Ebene: Louisa May Alcott präsentiert ihr Manuskript „Little Women“ einem männlichen Verleger, der Zweifel daran hat, dass eine Geschichte über Mädchen, geschrieben von einer Frau, von gesellschaftlicher Bedeutung sein kann. Diese Rahmenhandlung macht sichtbar, wie sehr weibliches Erzählen selbst um Anerkennung kämpfen muss.
Innerhalb dieser Struktur werden die vier March-Schwestern als unterschiedliche Entwürfe weiblicher Identität in einer patriarchalen Gesellschaft erfahrbar.
Zwischen Liebe, Verlust, Kreativität und Verantwortung verhandelt „Little Women“ damit nicht nur das Erwachsenwerden der Schwestern, sondern auch die Frage, wem Geschichten gehören, wer sie erzählen darf und wie Frauen sich kollektiv wie individuell Räume der Freiheit erkämpfen können.
- Tyrannis
Mo. 04.05 | Di. 05.05. | Do. 07.05. | Fr. 08.05.
Syla und Paul sind Insassen auf einer Gefängnisinsel, nicht weil sie ein Verbrechen begangen haben, sondern weil ihre Vorfahren ein so schlimmes Vergehen gegen die Weltobrigkeit verbrochen haben, dass eine Lebzeit zur Strafe nicht ausreiche. Der Vater der Geschwister war bislang der einzige Häftling, der es je vollbrachte, von der Insel zu fliehen, und ihre Mutter verloren sie im frühen Kindesalter, weswegen Syla und Paul ihr Leben lang schon auf sich allein gestellt waren. Eines Tages können sie mithilfe ihres entflohenen Vaters einen Fluchtplan formulieren, für den sie jedoch einiges opfern müssen.
- 26 Seiten Leben
Mo. 25.05. | Di. 26.05. | Do. 28.05. | Fr. 29.05.
„26 Seiten Leben“ erzählt die Geschichte von Mary-Anne – einer jungen Frau, die in der Therapie den Versuch wagt, ihr eigenes Leben wieder unter Kontrolle zu bekommen, während ihre Vergangenheit sie immer wieder einholt. Das Stück ist dabei doppelt erzählt: Zwei Mary-Annes stehen sich auf der Bühne gegenüber - die jüngere, die erlebt und die ältere, die erzählt. Was die beiden verbindet, ist die Suche nach sich selbst – was sie trennt, ist die Zeit und die Erlebnisse die dazwischen liegen. In den Therapiesitzungen begegnen sich Vergangenes und Gegenwart, Schmerz und Bewältigung, Wut, Scham, Schuld und die leisen Momente in denen Hoffnung durch die Risse durchscheint. Die Bühne wird zu einem innerem Raum: Mal Therapiezimmer, mal ein Ort voller Erinnerung, mal ein Schlachtfeld. Und inmitten all dieser Dinge steht Mary-Anne – zerrissen zwischen dem Wunsch weiterzumachen und der Angst erneut unterzugehen. Es ist kein Stück über „Heilung“. Es ist ein Stück über den Versuch zu leben. Über die Suche nach dem Selbst, das noch irgendwo sein muss – nach all dem was geschehen ist.
- Katharina Knie
Mo. 01.06. | Di. 02.06. | Do. 04.06. | Fr. 05.06.
Es ist 1923. Katharina hat ihr ganzes Leben mit dem Familienzirkus "Knie" verbracht, der die letzten Jahre in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Als sie durch einige Zufälle mit einem vollkommen anderen Leben konfrontiert wird, steht sie auf einmal zwischen den Welten. Da sind ihre Ziehmutter, ihre Cousins und ihre Freunde im Zirkus, Menschen, die sie ihr ganzes Leben kennt - aber auch ein freundlicher Großbauer, der ihr Hoffnung auf ein sicheres Leben macht. Und natürlich auch ihr Vater, den sie über alles liebt. Während die Menschen um sie herum vorrüberziehen, muss Katharina sich ein Jahr später final entscheiden.
- Ebbe und Flut
Mo. 08.06. | Di. 09.06. | Mi. 10.06. | Fr. 12.06.
Wie jedes Jahr fährt die Familie Gramser für den Sommerurlaub an die Nordsee. Alles für die Tradition und für den Sohn Leander, der – hätte man ihn gefragt – lieber Zuhause geblieben wäre. Gestresst vom minutiös durchgeplanten Erholen erhitzen nicht nur Haut und Häupter unter der sengenden Sonne, sondern auch die Gemüter. Für Leander wird der Urlaub widererwartend unvergesslich als er Tina kennenlernt. In einer Flut an Gefühlen, bei denen sich keiner traut, die sich aufbauende Welle anzusprechen, wird sich zeigen, ob wie bei den Gezeiten immer auch die Ebbe folgt.
Kommt vorbei und lasst euch mit Musik, Witz, kleinkarierten Konflikten und großen Gefühlen auf den Sommer einstimmen.
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Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung
Gastspiel der Sorbonne-Universität in Paris
Nur Mo. 15. Juni 20 Uhr
Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung ist ein satirisches Lustspiel von Christian Dietrich Grabbe. Mit viel Witz, überzeichneter Komik und ironischem Blick nimmt das Stück gesellschaftliche Konventionen, Moralvorstellungen und menschliche Eitelkeiten aufs Korn. In einer Reihe skurriler Begegnungen – unter anderem mit Adeligen, Bürgern, Dichtern und sogar dem Teufel – entsteht eine turbulente Komödie, die Humor mit überraschend tiefgründigen Gedanken verbindet.Die Aufführung ist ein Gastspiel von Studierenden der Sorbonne-Universität in Paris (Frankreich). Das Stück wird auf Deutsch aufgeführt. Wir freuen uns sehr, diese künstlerische Partnerschaft nun bereits im zweiten Jahr fortsetzen zu können und den internationalen kulturellen Austausch weiterzuführen.
In der Mensa am Studentenhaus
Beginn ist immer um 20.00 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr
Der Eintritt ist frei!
Weitere Informationen zur Studiobühne